Unternehmen verlieren Millionen an Betrüger

Betrüger setzen auf Internet-Schwindel – Viele mittelständische Unternehmen und vermögende Privatpersonen werden von Betrügern kontaktiert und dazu verleitet, hohe Beträge ins Ausland zu überweisen.

Die Rechtsanwaltskanzlei Herfurtner betreut Mandanten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die durch aufwendige organisierte Betrugs-Szenarien erhebliche Beträge verloren haben.

In den meisten Fällen werden Firmen oder Privatpersonen per Email oder telefonisch kontaktiert. Dabei werden nicht nur hochprofitable Anlagemöglichkeiten angeboten, sondern vermehrt auch andere Betrugsmaschen verwendet. Mitarbeiter größerer Unternehmen werden persönlich angerufen und unter Vorspiegelung falscher Tatsachen dazu verleitet werden, größere Summen auf ausländische Konten zu überweisen. In einem Fall wurde einer Finanzmitarbeiterin vorgespiegelt, dass Ihr Chef am Telefon-Apparat sei und im Rahmen einer geheimen Firmenübernahme eine beträchtliche Summe auf ein Konto in China zu überweisen sei.

Betroffene Unternehmen und Privatpersonen sollten in solchen Fällen sofort einen Rechtsanwalt einschalten, um die Gelder auf den jeweiligen Auslandskonten einfrieren zu lassen. Je eher sich die geschädigten melden und aktiv werden, desto größer sind die Chancen die transferierten Gelder auch wieder zurückzuholen.

Betrüger veranlassen Überweisungen ins Ausland

Meist sollen die Überweisungen auf ein Konto in China (Hongkong, Shanghai), Taiwan (Taipeh) oder Macao erfolgen. In den Fällen des sog. CEO-Betrugs („CEO fraud“, "fraude au president", "Business Email Compromise") wurden nach Schätzungen des FBI zwischen Oktober 2013 und August 2015 über 1,2 Milliarden Dollar erbeutet.

Die Emails beim CEO-Betrug haben in der Regel ein ähnliches Format und beinhalten eine Nachricht der Geschäftsleitung. Folgende Methoden werden dabei angewendet:

  • Email-Adresse eines Mitgliedes der Geschäftsführung wird gekapert
  • Fälschen der Email-Adresse eines Mitgliedes der Geschäftsführung
  • Eine der wirklichen Email-Adresse ähnlich sehende Email-Adresse wird verwendet (z.B. wird anstelle von www.firmaname.de die Domain-Endung www.firmanaame.de verwendet)

Betrüger verwenden einfache Tricks

Die Betrüger nutzen oft simple Methoden um keinen Verdacht zu erregen. Die Emails erklären wo sich der Geschäftsführer aufhält und dass er aufgrund einer Reise oder von wichtigen Terminen nicht persönlich telefonieren kann. Einige Emails erwecken den Anschein, dass Sie vom iPad des Chefs gesendet werden. Es wird um Entschuldigung für Tippfehler gebeten, da man sich auf einer Geschäftsreise befinde.

Betrüger kennen Ihre Opfer

Die Email Adressen der Geschäftsführung sind oft auf Xing, Linkedin oder Webseite des Unternehmens zu finden. In einigen Fällen gibt es nur kurze Anweisungen wie z.B. „Wir müssen eine dringende Auslandsüberweisung tätigen. Bitte bestätigen Sie, dass Sie diese noch heute durchführen können. Ich werde Ihnen dann die weiteren Instruktionen mitteilen.“ Der kurzen Nachricht folgt die Unterschrift des Geschäftsführers oder Vorstandes. In anderen Fällen wird aber auch eine detaillierte Geschichte erfunden und erzählt, um Mitarbeiter zu einer Überweisung zu veranlassen.

Was können betroffene Unternehmen tun?

Die Rechtsanwälte der Anwaltskanzlei Herfurtner in München helfen Unternehmen und Privatpersonen die nötigen Schritte im In- und Ausland umgehend einzuleiten.

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