Mittelstandsanleihe Beate Uhse

Die Mittelstandsanleihe von Beate Uhse ist erneut in die roten Zahlen gerutscht. Der Wert hat sich fast halbiert.

Seit Mitte November befindet sich die Mittelstandsanleihe von Beate Uhse im freien Fall. Am 01.12.2015 brach die Anleihe um 7% ein und ging mit einem Kurs von 43 Prozent aus dem Handel. Die Anleihe wird mit 7,75% verzinst und läuft bis zum Jahr 2019. In den ersten neun Monaten des Jahres belief sich das operative Ergebnis (Ebit) auf minus 7,2 Millionen Euro.

Nach einem Bericht des Finance Magazins hatte die Mittelstandsanleihe des Erotikhändlers als eine solidere Anleihe am ansonsten schwer geschüttelten Markt gegolten. Insbesondere schrieb das Unternehmen seit 2013 wieder schwarze Zahlen. Diese Phase scheint nun vorbei zu sein. Interimschef und CFO und Interimschef Kees Vlasblom verkündete bereits Ende Oktober eine Gewinnwarnung. Anstelle eines Gewinns zwischen 2 und 5 Millionen Euro, prognostiziert das Unternehmen jetzt einen Verlust für das Geschäftsjahr. Die Umsatzprognose von 134 bis 139 Millionen Euro wurde insgesamt zurückgenommen.

Beate Uhse Mittelstandsanleihe – neues Maßnahmenpaket geplant

CFO Kees Vlasblom will bis Mitte Januar ein „umfangreiches Maßnahmenpaket für alle Vertriebswege“ vorlegen, um das Unternehmen wieder in die schwarzen Zahlen zu bringen. Im Hinblick auf die Nettoverschuldung i.H.v. EURO 24,6 Millionen werden Anleger und Investoren der Mittelstandanleihe die weitere Entwicklung im Auge behalten.

Handelssegment Mittelstandsanleihe

Das Segment für Mittelstandsanleihen wurde speziell für Anleihen von Mittelständlern erdacht, BondM genannt und im Jahr 2010 gestartet. Da die Kapitalmarktfähigkeit bei vielen Unternehmen nicht gegeben war, folgten bald Insolvenzen und Skandale. Bei manchen Emittenten war abzusehen, dass es schwer werden würde, die Anleihe aus den Erträgen des operativen Geschäftes heraus zu tilgen. Insbesondere war die Abhängigkeit von Fremdkapital bei Eigenkapitalquoten von unter 15% entsprechend hoch.

Die Anwaltskanzlei Herfurtner prüft Schadensersatzansprüche von Anlegern gegen die an der Emission von Mittelstandsanleihen beteiligte Unternehmen und Personen. Unsere Rechtsanwälte beraten Anleger bundesweit, die von Verlusten und Risiken bei Mittelstandsanleihen betroffen sind.

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