Anlagebetrug – Anleger verlieren jedes Jahr Milliarden durch Anlagebetrug.

Anlagebetrüger nutzen eine Vielzahl von Betrugsmaschen. Im Angebot sind unter anderem Fonds, Unternehmensbeteiligungen und Versicherungen. Aufgrund der aktuell niedrigen Zinsen suchen Privatanleger nach Möglichkeiten Ihr Geld in Anlageformen mit etwas höherer Rendite zu investieren. In nicht wenigen Fällen werden Finanzprodukte und Investitionsmöglichkeiten angeboten, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt oder nur dazu erfunden werden, um Anlegern das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Anlagebetrug – Wie erkennt man unseriöse Anlagen?

Anleger sollten sorgfältig prüfen, wem sie ihr Geld anvertrauen. Meist gibt es klar erkennbare Anzeichen für einen Anlagebetrug. Seien Sie misstrauisch und schalten Sie gegebenenfalls einen Rechtsanwalt ein, bevor Sie einen Vertrag unterzeichnen oder Geld auf fremde Konten überweisen.

Folgende Merkmale sollten Sie aufhorchen lassen:

  • Es wird mit ungewöhnlich hohen Renditen geworben.
  • Die Vermittler erhalten bei Vertragsschluss eine hohe Provision.
  • Es wird zu einem schnellen Abschluss gedrängt, der dazu dienen soll angebliche Vorteile zu sichern.
  • Sie werden nur telefonisch kontaktiert.
  • Der Anbieter befindet sich im Ausland.

Hohe Renditen deuten auf einen versuchten Anlagebetrug hin

Wenn Renditen von über 50% versprochen werden, ist meist von einem versuchten Anlagebetrug auszugehen. Hier ist es offensichtlich, dass es sich um unseriöse Angebote handeln muss und ein Anlagebetrug versucht wird. Professionelle Anlagebetrüger wissen, dass ihre Angebote zwar attraktiv aber nicht gänzlich unrealistisch erscheinen dürfen. Renditen von 6 bis 8 Prozent hören sich zunächst nicht unmöglich an, liegen aber dennoch weit über dem Schnitt, der heutzutage von seriösen, konservativen Anlagen erzielt werden kann. Auch hier ist Vorsicht geboten und meist mit einem Totalverlust des Investments zu rechnen.

Provisionen sollten aufhorchen lassen

Ein weiteres Zeichen für unseriöse Geschäfte und einen geplanten Anlagebetrug sind hohe Provisionen für Vermittler. Eine wirklich objektive Beratung ist dann meist nicht zu erwarten. Risiken werden verschwiegen und die Erfolgsaussichten des Investments zu positiv dargestellt.

Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen

In manchen Fällen soll Ihnen der sofortige Abschluss der Anlage durch bestimmte Vorteile schmackhaft gemacht werden. Angebliche Vorzugspreise oder die Sicherung steuerlicher Vorteile sind ein häufiges Argument. Anlegern soll auf diese Weise die Möglichkeit genommen werden, sich ihre Investition noch einmal gründlich zu überdenken. Auch ein Vergleich mit anderen Angeboten oder gar eine Recherche zu der gegenständlichen Anlage soll auf diese Weise unterbunden werden. Anleger sollen so dazu gebracht werden, möglichst schnell ihr Geld zu überweisen. Oftmals haben die Betrüger damit bereits ihr Ziel erreicht und einen Anlagebetrug begangen.

Anlagebetrug – Oft beginnt der Schrecken mit einem Anruf aus dem Ausland

Ein angeblicher Anlageberater nimmt telefonisch mit Ihnen Kontakt auf? Er bietet Ihnen den Kauf von Aktien zum Vorzugspreis an oder möchte Sie zu einem neuen Fonds informieren? Ein persönlicher Kontakt mit dem Berater kommt aber nicht zustande. Hinter solchen Anrufen verstecken sich häufig Anlagebetrüger, die aus dem Ausland agieren. Hier wird durchaus mit System vorgegangen. Professionell wirkende Websites angeblicher Beratungsfirmen finden sich im Internet. Auch die potenziellen Unternehmen, in welche dann investiert werden soll, haben einen eigenen Auftritt im Internet. Aber auch hier ist Vorsicht geboten, denn die Inhalte können frei erfunden sein. Sollte sich später herausstellen, dass es sich um eine betrügerische Anlage gehandelt hat, ist es zumeist schwer, die Verantwortlichen zu greifen, wenn es zuvor niemals zu einem persönlichen Kontakt gekommen ist. Ein ähnliches Problem ergibt sich, wenn Ihr Vertragspartner einen Sitz im Ausland hat. Ansprüche, die Sie Ihrem Vertragspartner entgegen halten möchten, sind nur schwer durchzusetzen, wenn diese im Ausland beigetrieben werden müssen. Insbesondere bei Adressen bekannter Steueroasen sollten Sie sich zweimal überlegen, ob es sich bei Ihrem Vertragspartner um ein seriöses Unternehmen handelt.

Anlagebetrug – Sie haben Zweifel, was ist zu tun?

Mit dem befolgen dieser einfachen Regeln können Sie gewisse Risiken ausschließen und einem Anlagebetrug vorbeugen.

  • Lassen Sie sich nicht von hohen Renditeversprechen blenden. Wer Zinsen über dem Marktniveau erzielen möchte, muss dafür in der Regel auf spekulative Anlageformen zurückgreifen.
  • Lassen Sie sich von Ihrem Vermittler über dessen Provision aufklären! Hierzu sind Vermittler in der Regel ohnehin von sich aus verpflichtet. Ist die Provision hoch, bedenken Sie, dass der Vermittler ein Eigeninteresse daran hat, dass Sie bestimmte Anlagen abschließen.
  • Lassen Sie sich Zeit! Unterzeichnen Sie Verträge erst, nachdem Sie ausgiebig zu der Anlage recherchiert haben. Vergleichen Sie das Angebot auch mit anderen Anlagen. Treffen Sie Ihre Entscheidung erst, wenn Sie alle Bedenken selbst (und nicht Ihr Vermittler!) ausgeräumt haben.
  • Bestehen Sie auf eine persönliche Beratung vor Ort! Vertrauen Sie Ihr Geld nicht jemandem an, dem Sie noch nie in die Augen geschaut haben. Seriöse Vermittler werden Sie in ihrer Filiale beraten oder auch gerne einen Termin bei Ihnen zuhause vereinbaren.
  • Bevorzugen Sie Unternehmen mit Sitz im Inland! Ihre Ansprüche können Sie so im Streitfall viel einfacher durchsetzen. Wenn Sie diese Tipps unserer Rechtsanwälte beherzigen, schränken Sie Ihr persönliches Risiko bereits deutlich ein.

Anlagebetrug – bei Verdacht sollten Anleger rasch handeln

Doch nicht immer lässt sich völlig ausschließen, dass Ihr Geld dennoch in den falschen Händen gelandet ist. Haben Sie also den Verdacht, dass Sie ein Opfer unseriöser Geschäfte geworden sein könnten, ist schnelles Handeln Pflicht. Je eher Sie Ihre Ansprüche geltend machen und einen Anwalt einschalten, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Ihr Geld zurückbekommen. Wer zu spät agiert, geht oft leer aus. Hat das Unternehmen Ihrer Anlage erst einmal die Insolvenz angemeldet oder haben sich die involvierten Personen mit Ihrem Geld abgesetzt, erschwert dies die Beitreibung Ihrer Ansprüche erheblich. Nehmen Sie noch heute Kontakt mit den Anwälten der Kanzlei Herfurtner auf. Unsere Rechtsanwälte prüfen für Sie, ob Sie Ansprüche gegen Ihren Vermittler, das Unternehmen Ihrer Anlage oder Dritte geltend machen können. Besteht der Verdacht des Anlagebetruges arbeiten wir zu diesem Zwecke auch eng mit den zuständigen Strafverfolgungsbehörden zusammen.

Falls Sie vermuten, dass Sie Opfer eines Betruges, Anlagebetruges oder Kapitalanlagebetruges geworden sind, steht Ihnen die Anwaltskanzlei Herfurtner für eine Anfrage und die Prüfung Ihrer Möglichkeiten zur Verfügung.

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