Marketing Terminal – Insolvenzverwalter klagt gegen Anleger

Marketing Terminal – weitere böse Überraschung für die Anleger

Die schlechten Nachrichten für Anleger der Marketing Terminal GmbH hören nicht auf. Ende 2014 wurde bekannt, dass die Anleger der Marketing Terminal GmbH Opfer eines betrügerischen Schneeballsystems geworden sind. Die Anleger mussten sich damit abfinden, dass sie einen Großteil ihres Investments nie wieder sehen werden. Für viele Betroffene waren die erlittenen Verluste existenzbedrohlich, da sie ihr ganzes Vermögen der Firma anvertraut hatten. Einzelne Anleger haben bis zu 250 000 Euro investiert.

Am 01.05.2015 wurde vom Amtsgericht München das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Marketing Terminal GmbH eröffnet. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens erlebten die geschädigten Anleger eine weitere böse Überraschung. 2016 hat nämlich der Insolvenzverwalter angefangen im Wege der Insolvenzanfechtung die an die Anleger erfolgten Auszahlungen zurückzufordern. Ein Großteil der Anleger hat keine Zahlungen an den Insolvenzverwalter geleistet. Zum einen hatten viele Anleger schlicht und einfach kein Geld mehr und konnten deswegen der Zahlungsaufforderung nicht nachkommen. Zum anderen konnten es die Anleger nicht nachvollziehen, dass sie trotz der bereits erlittenen Verluste noch weitere Zahlungen leisten müssen.

Die letzte böse Überraschung für die betroffenen Anleger ist vor wenigen Wochen erfolgt. Die Anleger werden nun vom Insolvenzverwalter auf Zahlung verklagt. Der Insolvenzverwalter hat zahlreiche Klagen beim Amtsgericht und Landgericht München erhoben. Die betroffenen Anleger müssten jetzt schnell handeln. Um weitere Verluste zu vermeiden, sollte man sich am besten an einen auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Anwalt wenden. Denn selbst wenn die Zahlungsaufforderung zu Unrecht erfolgt sein sollte könnte das Ignorieren der Klage teuer werden.

Marketing Terminal – Erfolgsaussichten der Klagen

Die betroffenen Anleger fragen sich nun wie ihre Erfolgschancen im Rahmen der erhobenen Klagen stehen. Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Vielmehr kommt es entscheidend darauf an aus welchem Grund die Zahlungen an die Anleger erfolgt sind. Das hat der Bundesgerichtshof bereits mehrfach in ähnlich gelagerten Fällen klargestellt.

In den Klagen macht der Insolvenzverwalter 50 % der Beträge geltend, die er zuvor außergerichtlich gefordert hat. Diese Berechnung ist jedoch pauschal und dürfte rechtlich problematisch sein. Denn grundsätzlich muss eine Klageforderung bestimmt und konkret berechnet sein und darf nicht pauschal geltend gemacht werden.

Die auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Anwälte der Anwaltskanzlei Herfurtner in München vertreten betroffene Anleger der Marketing Terminal GmbH.

Marketing Terminal – Fakten und Zahlen

Mit dem Versprechen einer 100 prozentigen Rendite konnte die Marketing Terminal GmbH mehr als 9 000 Anleger von ihrem Geschäftsmodell überzeugen. Dabei konnte die Gesellschaft bis zu 40 Millionen Euro von den Anlegern einnehmen. Eine stolze Summe, die nun nahezu vollständig weg ist. Kleiner Trost für die Anleger – der Verantwortliche Meik Frankenhauser wurde zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt.

Wie funktioniert ein Schneeballsystem?

Ein Schneeballsystem, auch Pyramidensystem genannt, funktioniert dadurch, dass immer mehr neue Teilnehmer für ein bestimmtes „Geschäftsmodell“ gewonnen werden. Die neuen Teilnehmer werden mit „garantierten“ hohen Gewinnen angelockt. Das von den neuen Mitgliedern eingezahlte Geld wird sodann zum Teil als „Gewinn“ an die alten Teilnehmer ausgezahlt, so dass der unzutreffende Eindruck erweckt wird, es handele sich um tatsächlich erwirtschaftete Gewinne. Da solche Schneeballsysteme auf falsche Versprechen basieren und kein nachhaltiges Geschäftsmodell haben, brechen sie in der Regel spätestens innerhalb von 2 bis 3 Jahren zusammen. Die betroffenen Teilnehmer verlieren dadurch einen Großteil der eingezahlten Gelder.

Anleger sollten daher besonders vorsichtig agieren, wenn ihnen ungewöhnlich hohe Gewinne in Aussicht gestellt werden. Weitere wichtige Informationen zum Thema Anlagebetrug finden Sie hier.

Die Anwälte der Kanzlei Herfurtner stehen Anlegern bundesweit für Anfragen zur Verfügung.

Links

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/schneeballsystem-millionen-euro-anlegerkapital-verbrannt-1.2469549

http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Der-Traum-vom-Geld-endet-mit-23-Millionen-Euro-Schaden-id33448552.html

Eine Antwort

  1. Alfredo 20. September 2017

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